4 MiPler in Bad Homburg

vk. Bei größtenteils bestem Schachwetter (also Regen) versuchten sich mit Theo, Fabio, Micha und Viktor vier wackere Matt-im-Parkler im diesjährigen Rhein-Main-Open in Bad Homburg. Die ersten drei genannten spielten im B-Open und Viktor wagte sich wieder mal ins A-Open.

Die Rahmenbedingungen waren wieder einmal top: 7 Runde über 5 Tage, angenehme Atmosphäre und gute Organisation seitens des SK Bad Homburg.

Tatsächlich gab es für alle (!) Spieler einen Wertungssprung und teilweise sehr gute Ergebnisse. Und das, obwohl Fabio und Micha auch noch in der letzten Runde aufeinander trafen; mit dem besseren Ende für Fabio.

Dieser schloss das Turnier mit 3,5 Punkten und einem DWZ-Plus von 43 Punkten ab. Besonders in Erinnerung bleiben dürfte ihm (und den vielen Zuschauenden) die fünfte Runde, in der ihn seine junge Gegnerin im theoretischen Turmendspiel bezwang.

Kurios: Es liefen noch drei Partien, die mehr oder weniger zeitgleich endeten. Eine davon war das erste Brett im A-Turnier. Auch IM Jonathan Carlstedt bezwang seinen Gegner im Turmendspiel, es war sogar das gleiche Szenario: Bauer auf der e-Linie und abgeschnittener König.

Fabio hätte es sich etwas leichter machen können mit Te1+ im 55. Zug, um den König abzuschneiden. Generell muss man aber den Kampfgeist loben. Fast alle von Fabios Partien mündeten in langen Endspielen.

Micha beendete das Turnier mit 2,5 Punkten und sogar mit +63 DWZ. Im Gegensatz zu Fabio war Micha eher schnell unterwegs, was die Gesamtdauer der Partien angeht.

Ein schöner Sieg gelang ihm in der vierte Runde gegen einen 400 Punkte stärkeren Gegner. Dieser hatte zwar einen Mehrbauern, aber auch einen offenen König und so nahm das Unheil seinen Lauf. Im 25. Zug gab es einen schönen Zug: exf5!

Theo holte 4,5 Punkte und machte 10 DWZ-Punkte gut. Damit 6. Platz bei den B-Senioren. Die 60€ Preisgeld für den 2. Platz Ratingklasse 1501-1680 ließ er aber ahnungslos liegen. Wer rechnet schon bei 4,5 Punkten mit einem Preisgeld?

In der zweiten Runde spielte er am zweiten Brett. Sein Gegner, später Zweiter in der B-Gruppe, wurde übermütig, entschied sich für die Galerie zu spielen und opferte in Gewinnstellung eine Figur. Hier hatte Theo eine schöne Reposte: Die Königswanderung nach vorne. Leider bestrafte Theo die Hybris seines Gegners nicht mit dem schönen 41.e2! und dieser behielt doch die Oberhand.

Für Viktor lief es im A-Turnier nicht schlecht, es wurden 7 hochwertige Partien gegen ausschließlich stärkere Gegner gespielt. Heraus kamen 2 Punkte und +16 DWZ.

Unter anderem wurde sich in der sechsten Runde mit dem bekannten Autor Bernd Mallmann („Wahlpflichtfach Schach“) in dessen 11.999 und damit (nach eigener Aussage) vorletzter Partie auf Remis geeinigt.

In der letzten Runde sorgte Viktor dafür, dass alle auf die Siegerehrung warten mussten, indem er und seine Gegnerin ein Doppelturmendspiel über die fünfte Stunde hinaus zelebrierten – mit dem besseren Ende für die Gegnerin. Auch hier führte ein Schach letztendlich zum Verlust. Statt 43. Tg1+ ?? hätte 43.e6! gehalten!

Nächstes Jahr sind wir sicherlich wieder dabei, diesmal mit besserem Ende in der fünften Stunde!