Fernschach im Lichte der heutigen Zeit

Im Gegensatz zu Ringen (Griechisch-Römisch) oder Standardtanz ist Schach ein Sport, der vollkommen kontaktlos gespielt werden kann.

Daher trafen sich 13 MiPler zu einem Spielabend bei lichess.org (3m+2s). 2 Stunden ging es hoch her. Gerne hätte man noch per Videokamera die Reaktionen zu Hause beobachtet. So blieb nur der Text im Chat.

In seinem Buch „Schachfieber“ berichtet Sebastian Roedler, ein Freund habe wegen eines Fehlers während der Online-Partie das Handy an die Wand gepfeffert, das natürlich zu Bruch ging. Eigentlich sind wir ja alle sehr nervenstark. Aber MiPler-Blut ist auch keine Buttermilch.

Im Folgenden einige schöne Angriffe und Kombinationen.

Mit einem Bauernopfer leitet hier Trumpeltier einen unwiderstehlichen Angriff ein:

Nicht weniger opferfreudig zeigt sich hier MiP-Dialektischer-Materialismus:

Remis wird selten gespielt. Noch seltener ist eine erzwungene Zugwiederholung, wie sie hier Guelmo vorführt.

Beeindruckend die Wucht, mit der Trumpeltier diesen Angriff durchzieht:

Achtung. Dieser Mann ist gefährlich. Herbymanolito scheint ein Nickerchen unter
seinem Sombrero zu halten. Aber er schießt aus der Hüfte, selbst wenn man ihm die
Dame schon amputiert hat.

Knyghtryder zeigt hier, wie ein guter Läufer den Mattangriff der Dame unterstützen kann.

Die folgende Mattangriff ist besonders schön, weil er mit einem langsamen Walzer endet.

Lorenz_123 beherrscht das 1 mal 1 der Kombination, in der sich sein Gegner verheddert.

Und noch einmal magic Herbymanolito. Hasta la vista, Baby.

Es gewann Maulwurf54 mit 19 Partien, einer Gewinnrate von 63% und einer Berserker-Rate von 16%
(1,5 statt 3 Minuten, was einen Zusatzpunkt bei Gewinn bringt).

Zweiter wurde Trumpeltier mit einer fantastischen Gewinnrate von 71%, aber nur 14 Partien.

Dritter wurde KingOfSlowMoves mit 18 Partien und 61% Gewinnen.

Jetzt muss ich Schluss machen. Meine Frau meint, ich soll endlich den Whisky-Fleck von der Wand wischen
und die Scherben zusammenkehren.